Pädagogik

Eingewöhnung

Die Eingewöhnung ist eine besonders wichtige Zeit, in der Vertrauen und Sicherheit für jedes Kind entstehen. Da jedes Kind unterschiedlich ist, gestalten wir diesen Übergang individuell und behutsam.

Die Eingewöhnung beginnt bei uns paarweise an aufeinanderfolgenden Tagen, sodass wir jedem Kind ausreichend Aufmerksamkeit schenken können. In den ersten Tagen werden die Kinder von ihren Eltern begleitet, um ein sanftes Ankommen in der neuen Umgebung zu ermöglichen.

Wie lange die Eingewöhnung dauert, ist von Kind zu Kind verschieden. In der Regel ist es sinnvoll, einen Zeitraum von etwa zwei Wochen einzuplanen, in dem die Eltern ihr Kind begleiten können.

Die Kinder müssen zu Beginn der Kindergartenzeit noch nicht vollständig sauber sein. Erste Erfahrungen mit Selbstständigkeit – zum Beispiel beim Toilettengang oder An- und Ausziehen – unterstützen jedoch den Übergang und geben den Kindern zusätzliche Sicherheit.

Sprachförderung & Zweisprachigkeit

Die Muttersprache ist ein wichtiger Teil der Identität eines Kindes und bildet die Basis für den Erwerb weiterer Sprachen. Kinder, die ihre Erstsprache sicher beherrschen, entwickeln ein stärkeres Selbstbewusstsein und lernen zusätzliche Sprachen leichter.

In unserem Kindergarten erleben die Kinder täglich Deutsch und Englisch ganz selbstverständlich im Alltag. Wir begleiten jedes Kind in seinem individuellen Spracherwerb – in seinem eigenen Tempo und mit vielfältigen Methoden wie Montessori-Materialien, Liedern, Reimen, Geschichten und sprachreichen Alltagssituationen.

Sprache ist für uns mehr als ein Lerninhalt: Sie ist der Schlüssel zu Teilhabe, Beziehung und Mitgestaltung. Besonders im freien Spiel entstehen natürliche Sprechanlässe, in denen Kinder erzählen, fragen, verhandeln und ihre Gefühle ausdrücken können.

Die Familiensprache hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir fördern sie bewusst und empfehlen Eltern, regelmäßig in der Muttersprache vorzulesen. Auch im Kindergarten bieten wir Bücher, Lieder und kreative Angebote in beiden Sprachen an.

Ein achtsamer und wertschätzender Sprachgebrauch ist uns besonders wichtig. Wir hören aktiv zu, nehmen Gefühle ernst und begleiten Kinder sprachlich bei Konflikten. So stärken wir sowohl die sprachliche als auch die emotionale Entwicklung und unterstützen eine positive Identitätsbildung.

Vorschule & Übergang in die Schule

Vorschule beginnt bei uns von Geburt an – durch Spielen, Beobachten und eigenständiges Lernen. Kinder entwickeln bei uns Selbstvertrauen, soziale Fähigkeiten und ein positives Selbstbild. Sie lernen, ihre Stärken zu erkennen, Konflikte zu lösen und sich als Teil der Gemeinschaft zu erleben.

Den Schuleintritt begleiten wir besonders achtsam. Mit kleinen Ritualen wie dem Wählen eines „Krafttiers“, das symbolisch in die neue Lebensphase begleitet, schaffen wir Sicherheit und Vertrauen. Durch Rituale, gemeinsame Besuche der Schule in Kleingruppen mit Eltern und vorbereitende Gespräche erleben Kinder die neue Umgebung ohne Angst, spielerisch und mit Freude.

Unser alltägliches Vorschulprogramm integriert Montessori-Arbeit, Bewegung, Sprache, Kunst und Natur, um kognitive, soziale und feinmotorische Fähigkeiten zu fördern – alles ohne Leistungsdruck. Kinder setzen sich so frühzeitig mit Buchstaben, Zahlen und Zusammenhängen auseinander, entdecken ihre Fähigkeiten und lernen selbstwirksam zu handeln.

Der Übergang zur Schule erfolgt in Zusammenarbeit mit Eltern und Grundschule. Für Kinder, die sprachliche Unterstützung benötigen, bieten wir den Vorkurs Deutsch an, der gezielt die Sprachentwicklung stärkt und den Start in der Schule erleichtert.

Gelebter Kinderschutz in unserer Einrichtung

In unserer Einrichtung verstehen wir Kinderschutz als einen zentralen Bestandteil unseres täglichen Handelns. Wir sichern aktiv die Gesundheit und das Wohl der uns anvertrauten Kinder und schützen sie vor jeder Form von Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung. Gemeinsam im Team tragen wir Verantwortung dafür, dass unsere Einrichtung ein sicherer Ort ist, an dem Kinder sich geschützt, gesehen und ernst genommen fühlen.

Wir besprechen unseren Kinderschutzplan einmal jährlich im gesamten Team, um alle Inhalte präsent zu halten und kontinuierlich weiterzuentwickeln. Eltern erhalten den Kinderschutzplan mit dem Kindergartenvertrag, sodass auch sie über unsere Maßnahmen umfassend informiert sind. Neue Kolleginnen und Praktikantinnen lesen den Kinderschutzplan zu Beginn ihrer Tätigkeit und wir gehen die Inhalte gemeinsam durch.

Alle zwei Jahre nehmen sowohl das Team als auch die Eltern an Fortbildungen zum Kinderschutz und zu unserem sexualpädagogischen Konzept teil. Dabei setzen wir uns intensiv mit Prävention, Nähe-Distanz-Regelungen und dem sensiblen Umgang mit Macht auseinander. Zudem stärken wir unsere Fähigkeit, mögliche Anzeichen von Kindeswohlgefährdung frühzeitig zu erkennen.

Im Verdachtsfall handeln wir professionell und zügig. Wir beziehen die Eltern sowie – wenn nötig – das Jugendamt oder eine insoweit erfahrene Fachkraft mit ein und dokumentieren alle Beobachtungen und Gespräche sorgfältig. Ein achtsamer Umgang mit Risiken gehört ebenso zu unserem Auftrag: Wir reflektieren unser Verhalten im Team, achten auf klare Grenzen im pädagogischen Alltag und sorgen für sichere räumliche Bedingungen.

Ein weiterer wichtiger Baustein unseres Kinderschutzes ist die konsequente Orientierung an der UN-Kinderrechtskonvention. Wir erkennen Kinder als eigenständige Träger von Rechten an und fördern ihre Beteiligung im Alltag. Kinder dürfen ihre Meinung frei äußern, und wir beziehen sie angemessen in Entscheidungen ein, die ihr Leben und ihren Kindergartenalltag betreffen.

Montessori-Pädagogik

In unserer Einrichtung nutzen wir die Montessori-Pädagogik, um Kinder in ihrer natürlichen Neugier und Selbstständigkeit zu stärken. In einer vorbereiteten Umgebung mit vielfältigen Materialien begleiten wir sie dabei, ihre Welt durch eigenes Tun zu entdecken. So entwickeln die Kinder Konzentration, Selbstvertrauen und Freude am Lernen. Jedes Kind darf seinen individuellen Interessen folgen und Erfahrungen sammeln, die eine wertvolle Grundlage für seinen weiteren Bildungsweg bilden.

Kunst

Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil unseres pädagogischen Alltags. Mit vielfältigen Materialien und offenen Angeboten begleiten wir die Kinder dabei, ihre Fantasie auszuleben, eigene Ideen zu entwickeln und ihre Gefühle auszudrücken. Dabei steht nicht das fertige Kunstwerk im Mittelpunkt, sondern der kreative Prozess. So stärken wir Selbstvertrauen, Feinmotorik, sprachliche Entwicklung, Problemlösefähigkeiten und die Freude daran, die Welt mit allen Sinnen zu entdecken.

Sport

Bewegung ist ein fester Bestandteil unseres Kita-Alltags. Mit vielfältigen Sport- und Bewegungsangeboten fördern wir Freude an der Bewegung, Koordination, Körperbewusstsein und einen gesunden Lebensstil. Dabei erleben die Kinder Gemeinschaft, Fairness und Teamgeist, lernen Erfolge und Herausforderungen anzunehmen und entdecken ihre eigenen Stärken. Unser Ziel ist es, jedem Kind die Freude an Bewegung zu vermitteln – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder individuellen Fähigkeiten.

Naturerfahrungen

Die Natur ist für uns ein wichtiger Lern- und Lebensraum. Deshalb verbringen wir mit den Kindern täglich Zeit im Freien und entdecken gemeinsam Wälder, Wiesen, Gewässer und Tiere. Beim Spielen, Forschen und Beobachten erleben die Kinder die Natur mit allen Sinnen, entwickeln Kreativität, Bewegung, Ausdauer und ein achtsames Miteinander. So stärken wir ihre Selbstständigkeit, ihr Wohlbefinden und ihre Verbundenheit mit der Natur – eine wertvolle Grundlage für ein gesundes und verantwortungsbewusstes Aufwachsen. Regelmäßige Naturausflüge, Waldtage und Besuche auf dem Bauernhof gehören für uns selbstverständlich dazu und schaffen unvergessliche Erlebnisse, die Kinder nachhaltig prägen.

Reflexionskreis

Unser Reflexionskreis ist ein fester Bestandteil des pädagogischen Alltags. Hier schaffen wir Raum, um gemeinsam über Erlebnisse, Gefühle und Herausforderungen zu sprechen. Die Kinder lernen, ihre Emotionen wahrzunehmen, die Perspektiven anderer zu verstehen und aus Erfahrungen zu wachsen. So stärken wir Selbstbewusstsein, Empathie und die Fähigkeit, eigene Lösungen zu finden – wichtige Grundlagen für ein selbstbestimmtes und wertschätzendes Miteinander.

Vielfalt & Inklusion

Vielfalt ist für uns gelebter Alltag und eine große Bereicherung. Als internationale Kita begegnen sich bei uns Kinder, Familien und pädagogische Fachkräfte mit unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Lebensgeschichten. Gemeinsam entdecken wir Traditionen, Feste und Perspektiven aus aller Welt und lernen, Unterschiede wertzuschätzen. In unserer deutsch-englischen Umgebung begleiten wir die Kinder dabei, Offenheit, Respekt und Empathie zu entwickeln – denn jedes Kind ist einzigartig und gehört selbstverständlich zu unserer Gemeinschaft.

Sprache

Sprache verbindet Menschen und eröffnet Kindern neue Welten. In unserer deutsch-englischen Kita erleben die Kinder beide Sprachen ganz selbstverständlich im Alltag – beim Spielen, Singen, Erzählen, Forschen und Entdecken. Wir begleiten jedes Kind in seinem individuellen Spracherwerb und schaffen eine sprachreiche Umgebung, in der Kommunikation, Zuhören und gegenseitiges Verstehen im Mittelpunkt stehen. Gleichzeitig wertschätzen wir die Familiensprache jedes Kindes als wichtigen Teil seiner Identität und seiner persönlichen Entwicklung.

Wochen und Tagesabläufe

Öffnungszeiten:

Montag 7.30 – 17.00 Uhr

Dienstag 7.30 – 17.00 Uhr (Normaler Kindergartentag)

8.00 – 16.00 Uhr (Ausflugstag)

Mittwoch 7.30 – 17.00 Uhr

Donnerstag 7.30 – 17.00 Uhr

Freitag 7.30 – 17.00 Uhr

Schließzeiten

Sind zwei Wochen im Winter (Weihnachten), eine Woche (Ostern) und Sommer drei

Wochen (Ende der Schulsommerferien)

Jahreszeitenfeste

● St. Martin (Herbst)

● Weihnachtsfeier (Winter)

● Sommerfest (am Ende des Kindergartenjahres)

● Bauernhof (Mai/ Juni)

● Krafttierbilder malen Vorschulkinder im Juli

Tagesablauf:

Bringzeit ist von: 7.30 – 9.00 Uhr

Abholzeit ist von: 15.00 – 17.00 Uhr

Morgenkreis ist um 9.15 Uhr

Gartenzeit ist Vormittags von 11 – 12 Uhr und Nachmittag von 15 – 16 Uhr

Mittagessen: ist von 12 – 13.30 Uhr

Mittagsruhe ist von 13.30 – 14 Uhr

Tages Reflexionskreis ist von 14.30 – 15 Uhr

Geburtstagsfeiern finden ab 14 Uhr statt.

Wochenablauf

Montag; Normaler Kindergartentag/ Montessoriclub & Kunst

Dienstag: Herbst/Winter: 3x im Monat Kochen, 1x Ausflug

Frühling/ Sommer: 3x Naturtage/Ausflüge, 1x Kochen

Mittwoch: Alle 14 Tage Naturklasse

Donnerstag; Musik / Nachmittag Sport

Freitag: Normaler Kindergartentag/ Montessoriclub & Kunst

Unser Mittagessen

Unser Mittagessen wird regelmäßig von dem Catering „Die Kinderküche“ geliefert. Die Speisen werden täglich frisch, saisonal und regional zubereitet, abwechselnd mit Fleisch oder vegetarisch. Ein bis zwei Mal pro Woche gibt es Nachspeisen, an den anderen Tagen Salate.

Am Vormittag und Nachmittag erhalten die Kinder Obst, Nüsse, Rohkost und Brote mit Wurst oder Käse. An manchen Tagen gibt es Müsli am Vormittag.

Regelmäßig kochen wir auch gemeinsam mit den Kindern. Dabei erleben sie den gesamten Prozess – vom Rohprodukt bis zum fertigen Gericht – und lernen spielerisch einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, Küchenhygiene und Verantwortung.

Eine bewusste Ernährung ist für uns ein wichtiger Bestandteil des pädagogischen Alltags. Wir möchten die Kinder in ihrer körperlichen und seelischen Gesundheit stärken und sie für einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln sensibilisieren – ohne Druck, dafür mit Freude und Neugier.

Gemeinsame Mahlzeiten sind mehr als Essen: Sie sind Momente des Austauschs, sozialen Lernens und der Begegnung. Die Kinder:

  • essen in einer ruhigen, wertschätzenden Atmosphäre,
  • helfen selbstständig beim Tischdecken, Essen schöpfen und Aufräumen,
  • lernen unterschiedliche Geschmäcker und Essgewohnheiten zu respektieren.

Wir ermutigen die Kinder, neue Lebensmittel zu probieren, sprechen über Farben, Formen, Gerüche und Herkunft der Speisen und wecken so ihre natürliche Neugier.

Bei der Mahlzeitenplanung berücksichtigen wir:

  • Allergien und Unverträglichkeiten,
  • medizinisch notwendige Diäten,
  • kulturelle und religiöse Essgewohnheiten.

Diese Punkte klären wir bereits bei der Aufnahme, dokumentieren sie und kommunizieren sie im Team, damit alle Mitarbeitenden informiert sind.